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Quelle: Binti Malu on pexels.com

Inhaltliche Schwerpunkte

Die Bandbreite der Aspekte, die in das Themenfeld Vereinbarkeit von Beruf bzw. Studium, Familie und Privatleben fallen, nimmt stetig zu. Das hängt vor allem mit der stärkeren Ausrichtung auf eine individualisierte Personalpolitik zusammen: Beschäftigte und Studierende befinden sich in unterschiedlichen Lebenssituationen und Lebensphasen, sie haben unterschiedliche Lebensstile, verfolgen unterschiedliche Lebensentwürfe. Daraus ergeben sich diverse Vereinbarkeitsbedarfe und Vereinbarkeitswünsche sowie Anforderungen an ein chancengerechtes Arbeits- und Studienumfeld. Hier ein Ausschnitt aus den inhaltlichen Schwerpunkten einer systematisch zu gestaltenden familien- und lebensphasenbewussten Personalpolitik, die die Individualität der Angehörigen der Organisation im Blick hat.


Kinderbetreuung

Als „klassisches“ Vereinbarkeitsthema ist die Kinderbetreuung bei familien- und lebensphasenbewussten Organisationen nahezu selbstverständlich auf der Agenda. Staatlichem Engagement zum Trotz hat die Nachfrage an betrieblichen Unterstützungsangeboten zur Betreuung der Kinder von Mitarbeitenden oder auch Studierenden erneut Aufschwung bekommen. Erwerbstätige Eltern beklagen, dass oftmals die Regelbetreuung nicht zuverlässig gegeben ist.

Die Erwerbstätigenquote von Eltern im Alter von 20 bis 49 Jahren mit einem oder mehr Kindern unter 6 Jahren lag im Jahr 2023 bei 65,4%. Der Unterschied zwischen der Erwerbstätigkeit von Müttern* und Vätern* ist dabei eklatant. Während 84% der Männer ihrem Beruf nachgingen, waren es bei den Frauen nur 49,1% (siehe Destatis). Hinzukommt, das weibliche Beschäftigte weitgehend in Teilzeit arbeiten – und aus der sogenannten Teilzeitfalle oft nicht herauskommen. Und: Eine unzuverlässige Betreuung kann mental stark belasten und Beschäftigte in ihrer Konzentrationsfähigkeit und ihrem Leistungsniveau hemmen.

Mit dem audit berufundfamilie, dem audit familiengerechte hochschule oder den audits mit Erweiterung im Themenfeld Vielfalt erarbeiten Sie bedarfsgerechte und passgenaue Vereinbarkeitslösungen für bei Ihnen arbeitende oder studierende Eltern – von der Flexibilisierung von Arbeitszeit und Arbeitsort, bis hin zur Notfallbetreuung. Eine wichtige Stütze, die auch psychisch entlastet. Damit legen Sie eine wertvolle Grundlage für die Erhöhung von Erwerbsbeteiligung und Erwerbsumfang – sowohl von Vätern als auch von Müttern. Auch im Rahmen des audit beruf&vielfalt bzw. des audit hochschule&vielfalt können die Interessen von Eltern in den Blick genommen werden – und zwar in der tieferen Betrachtung der Dimension (äußere Ebene) Elternschaft.

Studientipp:
„New Work und Home-Office“, voiio, 2020

Quelle: Rob Christain Crosby Photos on deathtothestockphoto.com


Pflege

5,7 Mio. waren Ende 2023 in Deutschland pflegebedürftig. Ein weiterer Anstieg der Zahl der Pflegebedürftigen scheint unaufhaltsam wird mit – und damit auch die der Beschäftigten, die berufliche Aufgaben und Pflegeaufgaben zu vereinbaren haben. Ohne Unterstützung ihres Arbeitgebers reduzieren Pflegende ihre berufliche Tätigkeit oftmals. Teilweise ziehen sie sich ganz aus dem Berufsleben raus.

Pflege ist daher ein Thema für Arbeitgeber – ein Thema mit personalpolitischer Brisanz, auf das es Antworten braucht. Damit wird eine pflegebewusste Personalpolitik immer drängender.

Übrigens: Auch immer mehr junge Menschen fragen Angebote zur Vereinbarkeit von Beruf und Pflege nach – so auch Studierende.

Eine pflegebewusste Personalpolitik, die strategisch angelegt ist, eröffnet u. a. folgende Chancen für Arbeitgeber:

  • Beschäftigte mit Pflegeaufgaben, deren Know-how und Input für den Betrieb bestmöglich einzusetzen
  • Pflegende Beschäftigte an sich zu binden und damit dem
  • Fachkräftemangel entgegenzuwirken und so letztendlich Wettbewerbsvorteile zu schaffen

Mit unseren audits setzen Organisationen das Thema Pflege auf die eigene Agenda und erarbeiten konkrete Vereinbarkeitslösungen für pflegende Beschäftigte und Studierende, denn: Pflegebewusstsein ist integraler Bestandteil der familien- und lebensphasenbewussten Ausrichtung mit dem audit. Dabei wird die Pflege in seiner vielfältigen Form und mit Blick auf die unterschiedlichen Zielgruppen betrachtet, z.B. Frauen als vorrangig Pflegende und Pflege auf Distanz.

Quelle: Chris Abatzis on deathtothestockphoto.com


Pflegebewusste Personalpolitik mit dem audit berufundfamilie – der Erklärfilm

Pflegothek

Mit der Pflegothek bieten wir Arbeitgebern, die eine pflegebewusste Personalpolitik auf- und ausbauen möchten, kostenlose praktische Dokumenten-Vorlagen und Tipps für ihre interne Kommunikation zum Thema.

Arbeitgeber, die nicht nach dem audit berufundfamilie bzw. audit familiengerechte hochschule zertifiziert sind, erhalten per Download

  • den Setzkasten Pflege-Flyer. Hier geht’s zum Download.

Zertifizierte Arbeitgeber, die unter dem Stichwort „Pflegothek“ eine E-Mail schreiben an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein., erhalten folgende Materialien:

  • Pflege-Flyer – Textbausteine und Muster
  • „Gepflegte Kommunikation“ – 8 Tipps für eine erfolgreiche interne Kommunikation Ihrer pflegebewussten Personalpolitik
  • Pflege und Selbstpflege – 10 Schritte zu mehr Freiräumen für pflegende Beschäftigte
  • Pflegefachkraft – damit der Beruf nicht automatisch zur Privataufgabe wird: 9 Tipps für Pflegefachkräfte, die sich in der privaten Pflege Freiräume schaffen möchten (für Arbeitgeber mit Pflegepersonal)

Notfallmappe

Mit unserer Notfallmappe „Ich bin vorbereitet“ bieten wir Beschäftigten seit Jahren eine kostenlose konkrete Hilfestellung, um Angehörigen schnell einen umfassenden Überblick über ihre wichtigsten persönlichen Dokumente zu verschaffen. Sie beinhaltet klare Handlungsanweisungen, Links und Formulare für den Pflegenotfall. Durch die Weitergabe an ihre Mitarbeitenden unterstützen Arbeitgeber diese maßgeblich in der Auseinandersetzung mit dem Thema Pflege.

Die 80 Seiten umfassende, barrierefreie Auflage ist wie folgt abrufbar:

  • Arbeitgeber, die aktuell nach dem audit berufundfamilie/ audit familiengerechte hochschule zertifiziert sind, senden eine E-Mail – inklusive des Logos ihrer Organisation (zur Erstellung einer individualisierten Version) – an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein..
  • Nicht-audierte Organisationen und auch Privatpersonen können die Notfallmappe hier über ein Formular abrufen.

Stufenplan „Beruf und Pflege“

Sie möchten Ihre Personalpolitik pflegebewusst aufstellen? Der Stufenplan unterstützt Arbeitgeber beim Einstieg und beim Ausbau einer pflegebewussten Personalpolitik. Die aktuelle Auflage zeigt 100 Maßnahmen, mit denen

  • Impulse für bedarfsgerechte Angebote gesetzt und sich die Kommunikation zur betrieblichen Vereinbarkeit von Beruf und Pflege aktiv gestalten lässt,
  • Angebote und Prozesse weiterentwickelt werden,
  • die pflegebewusste Unternehmenskultur gestärkt werden kann.

Den Stufenplan „Beruf und Pflege“ können Sie hier kostenlos anfordern.

Info-Booklet „Die unterschiedlichen Gesichter der Pflege ...“

Das Alter, die Beeinträchtigungen, die Unterbringung der*des Pflegebedürftigen … – diese und viele weitere Punkte lassen den Pflegeaufwand von Fall zu Fall variieren. Sind Erwerbstätige für die Pflege verantwortlich oder in diese involviert, dann kommen zahlreiche Aspekte hinzu, die der Pflege verschiedene Gesichter verleihen. Äußere Faktoren, Persönlichkeitsaspekte und nicht zuletzt die berufliche Situation führen oftmals zu ganz eigenen Wünschen bzgl. der Vereinbarkeit von Beruf und Pflege.

In unserem Info-Booklet „Die unterschiedlichen Gesichter der Pflege – und ihrer Vereinbarkeit mit dem Beruf“ benennen wir mögliche Einflussfaktoren, die zu individuellen Vereinbarkeitswünschen führen, und liefern Beispielfragen sowie Hinweise, die Führungskräfte für ihre Gespräche mit pflegenden Mitarbeitenden nutzen können, um die persönlichen Erwartungen an die Vereinbarkeit zu ermitteln und passgenaue Lösungen zu gestalten. Fünf fiktive Fallbeispiele von Beschäftigten bzw. Studierenden mit Pflegeaufgaben ergänzen die 22-seitige Publikation. Das Info-Booklet kann hier kostenlos angefordert werden.

Arbeitgeber-Guide „Pflege auf Distanz ..."

Ein bislang wenig beachteter Aspekt ist die Pflege auf Distanz - allerdings einer, der auch aufgrund der erhöhten Arbeitsmobilität an Bedeutung gewinnt. Wie zertifizierte Arbeitgeber dazu stehen, zeigen Ergebnisse unserer Kurzumfrage. Weitere Infos und Maßnahmentipps bietet unser kostenlos hier zum Download abrufbarer Arbeitgeber-Guide „Pflege auf Distanz – Aus den Augen, niemals „Pflege auf Distanz – Aus den Augen, niemals aus dem Sinn“.


Generationenmanagement

Noch nie zuvor waren so viele verschiedene Generationen gemeinsam beruflich aktiv wie jetzt. Dabei prägen die Beschäftigten der Generation X bzw. der Babyboomer (noch) die Arbeitswelt. Sie stellen den größten Anteil der Beschäftigten und besetzen viele Führungspositionen. Auf sie treffen die Vertreter*innen der Generation Y sowie Generation Z – und damit vermeintlich andere Ansprüche an die Arbeit sowie Anforderungen an Zusammenarbeit und Führung. Auch wenn das Konstrukt der Unterscheidungen von Generationen bzgl. Arbeitsmotivation laut Studien nicht tragfähig ist, für Arbeitgeber ist unumgänglich: Beschäftigte der unterschiedlichen Generationen einen folgende Erwartungen an ein Generationenmanagement, nämlich dass

  • auf ihre individuellen persönlichen Belange eingegangen wird und
  • ein Dialog im Zuge eine wertschätzenden Führungskultur geführt wird.

Im audit berufundfamilie, audit familiengerechte hochschule und/ oder dem audit beruf&vielfalt bzw. audit hochschule&vielfalt erarbeiten Sie optimale Voraussetzungen für die Arbeit und Zusammenarbeit der unterschiedlichen Mitarbeitendengenerationen. Damit steigern Sie die Produktivität und Zufriedenheit der Beschäftigten und binden Fachkräfte und weitere Mitarbeitende. Der Beratungsprozess ermöglicht, zusätzliche Schwerpunkte aufzunehmen, wie zum Beispiel Chancen und Risiken des Generationenmanagements.

Studientipp:

Generation Z: Mit Emotion dem Quiet Quittung und Big Quit begegnen, iba– Internationale Berufsakademie (Nürnberg) in Zusammenarbeit mit berufundfamilie, 2023

Befragung von Young Professionals zur nachhaltigen Arbeitswelt, Campus M University (Standort München) in Kooperation mit berufundfamilie, 2021

Stichprobenbefragung „Generationenübergreifende Teams – Magical Mix?!“, berfundfamilie-Scout, 2020

Personaler*innen-Befragung zur Generation Z und deren Erwartungen an die zukünftige Arbeitswelt, Campus M21 in Kooperation mit berufundfamilie, 2019

Vorstudie „Zukünftige Arbeitswelt der Generation Z – und die Rolle der Vereinbarkeit“, Campus M21 auf Initiative der berufundfamilie, 2018

Quelle: Andrea Piaquadio on pexels.com


Arbeit und Alter

In wenigen Jahren wird der Arbeitsmarkt mit noch größeren Verlusten zu kämpfen haben als zuvor: Die geburtenstarken Jahrgänge erreichen das Renteneintrittsalter. Ohne Flexibilisierung des Übergangs von der Erwerbstätigkeit in den Ruhestand laufen Arbeitgeber Gefahr, einen großen Teil ihrer alternden Belegschaft und deren Know-how zu verlieren.

„Arbeit und Alter“ rückt in den Fokus, Flexibilisierung ist Top, denn: Ein Großteil der Beschäftigten begrüßt Maßnahmen von ihrem Arbeitgeber, die es ihnen erleichtern würde, bis zum gesetzlichen Renteneintrittsalter oder darüber hinaus erwerbstätig zu sein. Die Mehrheit wünscht sich entweder reduziert oder nur bis zu einem vorgezogenen Renteneintrittsalter erwerbstätig zu sein.

Mit einer Flexibilisierung erhöhen Organisationen ihre Arbeitgeberattraktivität und damit die Chance, ältere Fachkräfte und weitere Beschäftigte länger an sich zu binden. Ein wichtiger Schritt gegen den Fachkräftemangel und das Personaldefizit! Gleichzeitig sichern sich die Organisationen wichtiges Know-how, was ihre Funktionalität zusätzlich stärkt.

Quelle: cottonbro studio on pexels.com

Fokus 50plus: Fachkräftesicherung und -gewinnung

Und auch die Gewinnung von Erwerbstätigen im Alter von 50plus wird immer wichtiger für Arbeitgeber. Denn sie sind angesichts des Fachkräftemangels mehr als eine Reserve im Arbeitsmarkt.

Mit einer familien- und lebensphasenbewussten Personalpolitik lassen sich

  • Rahmenbedingungen für eine längere Lebensarbeitszeit gestalten,
  • die Gesundheit am Arbeitsplatz erhalten und fördern, Risiken vermeiden oder minimieren,
  • die Qualifizierung und Weiterbildung im gesamten Lebenslauf ausbauen.

Mit unseren audits beschreiten Unternehmen, Institutionen und Hochschulen Wege zur Sicherung und Gewinnung lebensälterer Arbeitnehmender – und das bei gleichzeitiger Berücksichtigung aller Alterskohorten innerhalb der Belegschaft. Im Kontext „Arbeit und Alter“ und auch darüber hinaus werden Themen wie Vereinbarkeitsbedarfe von Großeltern, Vereinbarkeit von Beruf und Ehrenamt und Gesundheitsfragen (BGM) beleuchtet.

Studientipp:
„Arbeit und Alter – Unternehmens- und Beschäftigtenumfrage“, GfK im Auftrag der berufundfamilie gGmbH, 2013

#agematters: Vereinbarkeit mit Erfahrung, berufundfamilie Scout, 2025


Betriebliches Gesundheitsmanagement

Steigende Anforderungen in einer komplexer und anspruchsvoller werdenden Arbeitswelt, gleichzeitig veränderte Lebensgewohnheiten und eine erhöhte Sensibilität für Gesundheitsthemen im Allgemeinen – all das ruft nach einem betrieblichen Gesundheitsmanagement, kurz BGM.

Gesundheitsmanagement ist aber mehr als Arbeitssicherheit und Ergonomie. Es geht um die Arbeits- bzw. Studienbedingungen insgesamt und die Berücksichtigung der Gesundheitsthemen der diversen Zielgruppen – sei es bzgl. Arbeitsanforderungen, Alter oder auch Geschlecht. Neben der Arbeitsplatzgestaltung und Angeboten, wie Gesundheitscheck und sportlicher Betätigung, betrifft das vor allem die Organisationskultur. Gefragt sind nicht nur Maßnahmen zur physischen Gesunderhaltung und Gesundheitsförderung, sondern verstärkt zur Unterstützung der mentalen Gesundheit. Das BGM fokussiert immer mehr auf ganzheitliches Wellbeing.

In allen drei Bereichen – Arbeitsbedingungen, Kultur und Services – ist das audit berufundfamilie bzw. das audit familiengerechte hochschule etabliertes Managementinstrument. Das audit hilft, die Gesundheit am Arbeits- und Studienort bedarfsgerecht und präventiv zu stärken.

Studientipp:
berufundfamilie-Scout „health@work, berufundfamilie 2022

Quelle: Allie Lehman Photos on deathtothestockphoto.com


Hybrides Arbeiten

Die Arbeitswelt hat in den vergangenen Jahren massive Veränderungen erfahren. Dazu zählt v.a., dass sich hybride Arbeitsmodelle durchgesetzt haben. Die Möglichkeit, zwischen Home-Office – oder Remote Work andernorts – und Arbeitsstätte wählen zu können, bringt Beschäftigten neue Chancen, Beruf, Familie und Privatleben zu vereinbaren. Das schließt auch Führungskräfte ein.

Hybrides Arbeiten ist Ausdruck der gestiegenen Flexibilisierung der Arbeitsmodelle. Und genau dies wünschen sich Beschäftigte vermehrt, insbesondere weil es einer der Schlüssel zu einer besseren Work-Life-Balance ist.

In unserem audit berufundfamilie und audit familiengerechte hochschule analysieren wir, welche Flexibilisierungsmöglichkeiten sinnvoll sind und wie sie am besten greifen können. Ziel ist es, die Lösungen an den Bedarfen der einzelnen Beschäftigten genauso auszurichten, wie an den Bedürfnissen des Teams und den Anforderungen durch die jeweiligen Aufgaben. Nur so entstehen tragfähige Angebote.

Studientipp:
Keine Flexibilität ohne Regeln Personalverantwortlichen-Befragung zu Home-Office und hybrides Arbeiten, Forschungsprojekt des Campus M21 in Kooperation mit der berufundfamilie, 2021

Quelle: Maresa Smith Photos on deathtothestockphoto.com

Tipp: Führungsfahrrad 'Hybrides Arbeiten'

Um Personalverantwortliche bzw. beim Führen hybrid arbeitender Teams zu unterstützen, hat die berufundfamilie das „Führungsfahrrad ‚Hybrides Arbeiten‘“ entwickelt – eine Mindmap zu unmittelbaren Führungsaufgaben und Anforderungen an die Mitarbeitenden. Es skizziert nicht nur, welche Aspekte bei der Führung hybrider Teams zu beachten und in welchen Bereichen Regelungen zu treffen sind. Das „Führungsfahrrad ‚Hybrides Arbeiten‘“ kann – zusammen mit dem ‚Reader‘ – hier zum kostenlosen Download abgerufen werden.


Künstliche Intelligenz (KI)

KI kann die systematische Gestaltung von Beruf, Familie und Privatleben deutlich unterstützen, indem sie Aufgaben automatisiert, Zeit spart und flexibles Arbeiten ermöglicht. Gleichzeitig ist es wichtig, klare Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit zu setzen sowie Datenschutz und den verantwortungsvollen Einsatz von KI zu beachten.

Unsere gemeinsame Studie mit der iba – Internationale Berufsakademie Nürnberg (2025) legte die Erfahrungen der Generation Z mit KI im Arbeitsumfeld offen: Neben den Sorgen um einen Arbeitsplatzverlust treibt die Generation Z die Gefährdung der mentalen Gesundheit und mögliche negative Auswirkungen auf die für sie wichtige Abgrenzung zwischen Berufs- und Privatleben um. Wichtige Erkenntnisse ergab die Untersuchung hinsichtlich der adäquaten Einführung und fortlaufenden Nutzung. Notwendig sind:

  • eine strukturierte Implementierung von KI seitens der Organisation
  • bedarfsgerechte KI-Tools entsprechend den Aufgaben
  • fortlaufende Weiterbildung von Führungskräften und Beschäftigten
  • klare Regelungen für den Gebrauch von KI-Tools und für die Nutzung der Ergebnisse
  • transparente Vermittlungen von Erwartungen seitens der Organisation, warum und wofür KI Anwendung findet
  • offener Umgang mit Vorbehalten, Bedenken oder Ängsten der Beschäftigten

Quelle:  cottonbro studio on pexels.com


Internationaliät

Die Internationalisierung der Wirtschafts- und Wissenschaftsbeziehungen hat deutliche Auswirkungen auf das Arbeits- und Studienumfeld – und damit auf die familien- und lebensphasenbewusste sowie vielfaltsbewusste Personalpolitik. Denn Internationalität bedeutet:

Quelle: Andrew Butler on unsplash.com

  • Zusammenarbeit über Ländergrenzen hinweg bedarf eines Verständnisses von kulturellen und länderspezifischen Gegebenheiten.
  • Länderübergreifende Strukturen und Prozesse machen eine noch höhere Flexibilität und Erreichbarkeit notwendig.
  • Dienstreisen und Entsendungen verändern das Privatleben zunehmend.
  • Das Führen in virtuellen Teams ist gefragt. Führungsaufgaben und -anforderungen verändern sich dadurch.

Mit dem audit berufundfamilie und audit familiengerechte hochschule – und somit einer prozessgesteuerten familien- und lebensphasenbewussten Personalpolitik – lassen sich geänderte Arbeits- und Studienbedingungen in einer globalisierten Studien- und Arbeitswelt berücksichtigen und verschiedene Kulturen managen bzw. die Hochschule als Raum des Wissenstransfers familiengerecht gestalten. Das audit beruf&vielfalt und das audit hochschule&vielfalt nehmen sich kultureller Fragen ganzheitlich an und zeigen Wege auf, wie Internationalität gelebt werden kann.