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Quelle: Konstantin Evdokimov on unsplash.com

Institutionen


Arbeitgeberattraktivität gezielt mit Vereinbarkeit und Vielfalt steigern

Mit gut 5,3 Mio. Beschäftigten sind in Deutschland knapp 12% aller Erwerbstätigen im öffentlichen Dienst tätig. Etwa 10% davon arbeiten beim Bund, rund 50% bei den Ländern, ca. 1/3 bei den Kommunen und gut 7% bei Sozialversicherungsträgern. Die öffentliche Verwaltung umfasst vielfältige Aufgabenbereiche – von der öffentlichen Sicherheit und Ordnung, über soziale Sicherung, bis hin zu Bildungsangeboten mit den entsprechenden Einrichtungen. Somit ist der öffentliche Dienst essenziell für das Funktionieren des Gemeinwesens.

Zu den Beschäftigten im öffentlichen Dienst zählen neben den 34% Beamt*innen und gut 3% Berufs- und Zeitsoldat*innen vor allem die rund 63% Arbeitnehmenden. Insbesondere im kommunalen Bereich und bei den Sozialversicherungen überwiegen die Arbeitsnehmenden. Sechs von zehn Mitarbeitenden sind weiblich.

In nahezu allen Bereichen und Tätigkeiten der öffentlichen Verwaltung mangelt es an Mitarbeitenden. Das Personaldefizit ist besonders groß in der Kommunalverwaltung. U.a. auch in Schulen, Kindergärten, bei der Polizei, in Jobcentern und bei der Stadtreinigung sind zahlreiche Stellen unbesetzt. Schon jetzt sehen Berufsverbände die Leistungen im öffentlichen Bereich aufgrund der unzureichenden Personaldecke gefährdet – was durch den demografischen Wandel dramatischer zu werden droht. Der Altersdurchschnitt ist im öffentlichen Dienst höher als in der Wirtschaft. Mit den anstehenden Pensionierungs- bzw. Berentungswellen wird die Lage daher voraussichtlich noch prekärer. Der Nachwuchs rückt nicht nach – auch weil Einstellungsmöglichkeiten zu lange stark reglementiert waren.

Ein Hebel im Recruiting und in der Gewinnung von Mitarbeitenden ist die Flexibilisierung der Arbeitsbedingungen und die Öffnung für Quereinsteigende. Umso wichtiger wird für Institutionen, sich als familien- und lebensphasenbewusste sowie vielfaltsgerechte Organisationen auszurichten. Durch entsprechende Angebote erhöhen sie maßgeblich ihre Arbeitgeberattraktivität – eine gute Voraussetzung, um personelle Ressourcen zu stärken und den gesellschaftlichen Aufträgen nachzukommen. Mit der Förderung von Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben sowie von Chancengerechtigkeit und Diskriminierungsfreiheit können Institutionen zudem ihrer Vorbildfunktion auf dem Arbeitsmarkt nachkommen und gleichzeitig Impulse in die Gesellschaft geben.


Instrumente zur systematischen Gestaltung der Personalpolitik

Das seit über 25 Jahren etablierte audit berufundfamilie begleitet Institutionen aller Größenordnungen und Formen auf ihrem Weg zu familien- und lebensphasenbewussten Organisationen. Mit dem audit beruf&vielfalt bauen Institutionen systematisch ein ganzheitliches Vielfaltsmanagement auf bzw. aus. Beide Instrumente der Organisationsentwicklung greifen die spezifischen Anforderungen und Regelungen des öffentlichen Dienstes auf.

Neben der alleinigen Nutzung des audit berufundfamilie oder des audit beruf&vielfalt besteht die Möglichkeit, beide audits verfahrenstechnisch zu verknüpfen und somit in Kombination zu durchlaufen.