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Quelle: Bimbim Sindu on pexels.com

Hochschulen


Familien- und vielfaltsgerecht zum Zukunftsort werden und bleiben

Über 420 Hochschulen gibt es in Deutschland (Stand 2025). Zu ihnen zählen Universitäten, pädagogische und theologische Hochschulen, Kunsthochschulen, Fachhochschulen und Verwaltungsfachhochschulen. Die an sie gestellten Erwartungen steigen: Sie sollen nicht nur akademische Fachkräfte ausbilden, sondern Spitzenforschung liefern und Magnet für den jeweiligen Standort sein.

Knapp 800.000 Personen sind an Hochschulen (inkl. Hochschulkliniken) beschäftigt, davon rund 370.000 Personen im nicht-wissenschaftlichen Bereich, also Verwaltung, Bibliothek, technischer Dienst und Pflegedienst. Ca. 426.000 gehören dem wissenschaftlichen Bereich an – zwei Drittel hauptberuflich, u.a. als Professor*innen, wissenschaftliche und künstlerische Mitarbeitende. Davon ist etwa ein Drittel unbefristet tätig.

Nur jede zehnte Hochschule kann laut Hochschul-Barometer ihren Personalbedarf vollständig decken. Betroffen davon ist vor allem auch der nicht-wissenschaftliche Bereich, wo es u.a. an IT-Expert*nnen mangelt. Hochschulen stehen hier vor einer besonderen Herausforderung, da sie nicht in der Lage sind, Gehälter wie in der freien Wirtschaft zu zahlen.

Rund 2,9 Mio. Studierende sind an deutschen Hochschulen eingeschrieben. Die Zahl ist seit einigen Jahren rückläufig, was auch mit der Abnahme des Zulaufs aus relevanten Altersgruppen zusammenhängt. Die Hochschulen sehen sich damit deutlicher als Mitbewerber, die sowohl Studierende aus Deutschland als auch aus dem Ausland anziehen möchten.

Die Hochschulgesetze der einzelnen Bundesländer weisen die maßgeblichen Bestimmungen für Hochschulen aus, darunter u.a. die Themen Chancengerechtigkeit und Gleichstellung. Vor diesem Hintergrund sind Hochschulen angetrieben, Benachteiligungen aufgrund von Geschlecht oder anderen Merkmalen entgegenzuwirken.

Um für Mitarbeitende, Forschende bzw. Wissenschaftler*innen sowie Studierende attraktiv zu sein und zu bleiben, macht es für Hochschulen Sinn, die Gestaltung familien- sowie vielfaltsgerechter Arbeits- und Studienbedingungen voranzutreiben. Unterstützungs- und Serviceangebote für mehr Vereinbarkeit von Beruf bzw. Studium, Familie und Privatleben erweisen sich als mitentscheidend bei der Wahl der Hochschule als Arbeits- oder Studienstätte. Ebenso können Hochschulen mit der gezielten Förderung von Chancengerechtigkeit und Diskriminierungsfreiheit ihre Attraktivität – für Zielgruppen aus dem In- und dem Ausland – maßgeblich steigern.


Instrumente der ganzheitlichen Prozesssteuerung

Das audit familiengerechte hochschule ist der seit über 20 Jahren bewährte Weg für Universitäten, Hochschulen und Akademien zu familiengerechten Arbeits- und Studienbedingungen. Mit dem ebenfalls holistischen Prozess im audit hochschule&vielfalt entwickeln Hochschulen ihre Arbeits-, Forschungs- und Studienbedingungen vielfaltsgerecht (weiter) – und das nachhaltig.

Hochschulen, die sich gleichzeitig familien- und vielfaltsgerecht aufstellen bzw. weiterentwickeln möchten, können das audit hochschule&vielfalt mit dem audit familiengerechte hochschule kombinieren.