Erkunden Sie die Praxisbeispiele zur „Woche der Vereinbarkeit 2025“
Quelle: Maresa Smith on deathtothestockphoto.com
#agematters – Vereinbarkeit mit Erfahrung – unter diesem Titel stand unsere Awarenesswoche 2025, die von 3.11 bis 7.11.2025 lief.
Erfolgreiches Binden und Gewinnen von älteren Beschäftigten setzt voraus, dass sich die Arbeitswelt von gängigen Denkmustern verabschiedet. Das heißt: „Altershierarchien“ sind bei der Bewerber*innen-Auswahl und der Karriereentwicklung zu überdenken. Und es müssen Anreize geschaffen werden, mit denen sich das Zugehörigkeitsgefühl von lebenserfahrenen Arbeitnehmenden stärken lässt. Hierzu zählt vor allem die aktive Förderung der Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben.
Welche Rolle spielen lebenserfahrene Erwerbstätige aktuell in der Mitarbeitendenbindung und -gewinnung aktuell? Mit welchen Angeboten zur Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben sprechen Arbeitgeber diese Zielgruppe an? Antworten darauf möchten wir im Rahmen unserer diesjährigen „Woche der Vereinbarkeit“.
Im Folgenden werden 20 Maßnahmen bzw. Aktionen vorgestellt, mit denen die Unternehmen, Institutionen und Hochschulen (vor allem auch) lebenserfahrene Beschäftigte in den Blick nehmen und ein Umfeld schaffen, in dem deren Belange alter(n)sgerecht Berücksichtigung finden. Sie stehen also für lebensphasenbewusstes personalpolitisches Handeln von Arbeitgebern.
Wir bedanken uns bei den teilnehmenden Organisationen dafür, dass wir die Maßnahmen für unsere „Galerie der guten Praxis" nutzen dürfen.
Die Listung der genannten Beispiele erfolgt entlang der alphabetischen Reihenfolge der Organisationsnamen. Die Fotos/ Abbildungen wurden von den Organisationen zur Verfügung gestellt. Für die Inhalte verlinkter externer Websites übernehmen wir keine Verantwortung.
Noch ein Hinweis zur gendergerechten Sprache: Wir haben uns bemüht, gendergerecht zu formulieren. In der wörtlichen Rede und von den Organisationen vorgegebenen Bezeichnungen haben wir die uns vorgelegten Formulierungen übernommen.
Mehr als 30 Jahre ist die AOK Hessen. Die Gesundheitskasse. als landesweite Kranken- und Pflegekasse aktiv. Bei ihr arbeiten zum Teil sogar Personen, die bereits in einer der zuvor eigenständigen hessischen AOKs beschäftigt waren.
Um das Engagement der langjährigen Mitarbeitenden zu würdigen, fand bzw. finden ab August 2025 im Homberger Bildungszentrum der AOK mehrere Zukunftsfrühstücke für Jubilar*innen statt, die ihr 25- bzw. 40-jähriges Arbeits- bzw. Dienstjubiläum feiern konnten/ können. Dadurch versammelten sich an einer Veranstaltung über 1.000 Jahre AOK-Erfahrung.
Der Impuls zu den Zukunftsfrühstücken kam aus dem Ideenmanagement. Neben den Jubilar*innen war auch das Management mit dabei. Gastgeber waren der Vorstandsvorsitzende mit Unterstützung einiger Hauptabteilungsleitungen sowie der Vorsitzende des Gesamtpersonalrats.
Mit dieser Aktion drückt die AOK Hessen ihre Kultur der Wertschätzung für die Beschäftigten aus. Und das kam bzw. kommt gut an: Es wird von einer stets guten Stimmung auf den Veranstaltungen berichtet. Zeichen dafür sind, dass viel gelacht und geredet wurde – über vergangene Tage, aber auch über die Gegenwart der AOK Hessen und ihre Zukunft. Die Teilnehmenden bzw. die Belegschaft gab/en im Rahmen der internen Kommunikation eine positive Resonanz auf die Zukunftsfrühstücke. So lautete ein Kommentar aus der Mitarbeitendenzeitschrift: „Sehr wertschätzend vom Unternehmen, unsere Jubilare zu einem Treff/ Frühstück im Bildungszentrum einzuladen.“
Die AOK Hessen. Die Gesundheitskasse. gestaltet seit 20 Jahren (2005) widmet Unterstützung des audit berufundfamilie der systematischen Gestaltung ihrer familien- und lebensphasenbewussten Personalpolitik.
Mit Reverse Mentoring startete die AOK Hessen. Die Gesundheitskasse. im Juni 2024 ein neues Pilotprojekt. Dafür tauschte die Kranken- und Pflegekasse, die ihren Hauptsitz in Bad Homburg hat, die traditionellen rollen des Mentorings: Ehemalige Studierende begleiteten erfahrene Führungskräfte – ein neues Angebot also im Rahmen des Talentmanagements für Studierende, das auch älteren Mitarbeitenden mit langjährigen Know-how weiterbrachte.
Mit dem Rollentausch wurde ein Perspektivwechsel gegeben. Das hatte zahlreiche positive Effekte: Es wurden bereichs- und hierarchieübergreifende Netzwerke geknüpft, die einen vertiefenden Blick in die Organisation ermöglichten. Der Dialog zwischen den Generationen bekam einen Schub. Das förderte das Verständnis füreinander und für unterschiedliche Ausgangspunkte. Schließlich trug das Reverse Mentoring dazu bei, mögliche Vorurteile zwischen den Generationen abzubauen. Beide Seiten erlebten quasi ein lernendes Unternehmen, z.B. indem die digitale Transformation durch den Wissenstransfer unterstützt wurde.
Das Projekt zeigte unter anderem, dass es nicht eine gleichförmige Generation Z gibt, sondern dass sehr wohl Differenzierungen und Unterschiede bestehen – wie im Übrigen auch in der Generation der Mentees. Ein Dialog zu unterschiedlichen Themen aus dem Arbeitsalltag (unter anderem „digitale Kompetenzen“), aber auch zu persönlichen Einstellungen und Werten, ermöglichte das Hinterfragen eigener Standpunkte. Die bei dem Programm entstandenen Kontakte und Netzwerke zwischen den Teilnehmenden können und werden auch weiterhin gepflegt. Der zweite Durchgang verläuft ebenfalls positiv und ein dritter ist bereits in Planung.Eine Sensibilisierung im Hinblick auf stereotypes Denken über andere Generationen beurteilten alle Teilnehmenden als wertvoll für die Zusammenarbeit und die Kultur in der AOK Hessen. Einige O-Töne verdeutlichen dies:
„Ich bin begeistert, wie viele interessante Gespräche auf Augenhöhe entstanden sind. Das Reverse Mentoring hat nicht nur Brücken zwischen Generationen gebaut, sondern auch Türen zu neuen Perspektiven geöffnet und auch den Grundstein für einen langfristigen Kontakt gelegt,“ sagte ein 23-jähriger Mentor.
„Ich habe mich, meine Positionen und Einstellungen immer wieder hinterfragt – und auch teilweise geändert“, bilanziert der 52-Jährige, der als Abteilungsleiter tätig ist.
„Mir hat die Teilnahme am Reverse Mentoring aufgrund des interessanten Austauschs über gesellschaftliche Themen, wie zum Beispiel Gendern, Sie-Du-Kultur, Work-Life-Balance und etliches mehr viel Spaß gemacht. Das war eine bereichernde Erfahrung, da mein Mentee und ich verschiedene Blickwinkel auf diese Themen hatten,“ fasst eine Mentorin zusammen.
Die AOK Hessen. Die Gesundheitskasse. trägt seit 2005 das Zertifikat zum audit berufundfamilie.
Als IT-Dienstleister setzt die Arineo GmbH auf den Erfahrungsschatz langjähriger IT-Spezialist*innen. Dabei schlägt die mittelständische Employee Owned Company, die ihren Sitz in Göttingen hat und weitere Standorte in Deutschland, Österreich, Dänemark und China unterhält, die Brücke zwischen anspruchsvollem Projektgeschäft und dem Wunsch nach planbarer, individueller Arbeitsgestaltung.
Vereinbarkeit hat für Arineo einen hohen Stellenwert und gilt für alle – ohne starres Programm: Voll- und Teilzeitkräfte kombinieren Vor-Ort-Termine und Home-Office nach Projekterfordernissen eigen-verantwortlich; Wochenarbeitszeit lässt sich nach Absprache erhöhen oder reduzieren. Über ein Lebensarbeitszeitkonto entstehen Freiräume, z. B. für längere Auszeiten. Bereits vor der Einstellung und in regelmäßigen Feedbackrunden werden bei Arineo individuelle Bedürfnisse und Weiterentwicklungsmöglichkeiten angesprochen. Gemeinsam werden Wege gefunden, die sowohl den Anforderungen des Unternehmens als auch den individuellen Bedürfnissen der Kolleg*innen gerecht werden. Das schließt Führungsrollen ein, denn Führungsverantwortung ist bei Arineo auch in Teilzeit möglich. Das spricht insbesondere auch lebenserfahrene Erwerbstätige an.
Gemeinsam werden bei Arineo Wege gefunden, die sowohl den Anforderungen des Unternehmens als auch den individuellen Bedürfnissen der Kolleg*innen gerecht werden. Das schließt Führungsrollen ein, denn Führungsverantwortung ist bei Arineo auch in Teilzeit möglich. Damit werden insbesondere auch lebenserfahrene Erwerbstätige angesprochen.
So berichtet das Unternehmen, dass über das breite Vereinbarkeitsangebot zum einen ältere Personen als neue Kolleg*innen gewonnen werden, zum anderen trägt es zur Zufriedenheit aller Mitarbeitenden bei.
Die Arineo GmbH startete im Jahr 2023 ins audit berufundfamilie, um sich systematisch Fragen der Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben und somit einer modernen und chancengerechten Arbeitswelt zu widmen.
Beschäftigte, die privat pflegen, leisten täglich Außergewöhnliches, oft im Verborgenen. Mit ihrer Mitte 2025 ins Leben gerufenen Pflege-Community will die BARMER dieses Engagement ins Licht rücken und die Kolleg*innen stärken: für mehr Anerkennung, Unterstützung und Zusammenhalt. Die BARMER, die zu den größten gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland zählt und ihren Hauptstandort in Berlin hat, setzt damit ein starkes Zeichen für ein Arbeitsumfeld, das Pflege wertschätzt.
Ihre Pflege-Community ist ein lebendiges Projekt, das aktuell auf einer Kerngruppe basiert und weiterwächst. Die Kerngruppe besteht aus Mitarbeitenden, die sich für das Thema Pflege interessieren, in diesem Bereich arbeiten, oder selbst informell pflegen. Gerade zu Letzteren zählen häufig lebensältere Beschäftigte. Auch ihr Empowerment will die BARMER fördern. Die Mitarbeitenden sollen durch den Austausch und Best Practices anderer Stärkung erfahren.
Pflege ist ein Aspekt, der die Diversität der Belegschaft kennzeichnet. Das möchte die BARMER mit der Maßnahme ebenfalls sichtbar machen. Nicht zuletzt geht es der Organisation darum, einen Beitrag zur Zufriedenheit der betroffenen Kolleg*innen zu leisten, ihre Gesundheit in den Blick zu nehmen und zu unterstützen und so ihre Bindung an die BARMER zu erhöhen.
Es gibt bereits andere Communities bei der BARMER, in denen sehr gute Erfolge gefeiert werden konnten – wie etwa das Väternetzwerk und das Frauennetzwerk. Mit diesen soll die Pflege-Community zusammenarbeiten, um sich stets weiterentwickeln und ebenfalls erfolgreich agieren zu können.
Die BARMER baut ihr familien- und lebensphasenbewusstes Arbeitsumfeld seit 2009 mit Hilfe des audit berufundfamilie aus.
34,5% der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Frauen in Deutschland sind zwischen 40 und 54 Jahre alt. Etwa 2/3 von ihnen sind von Wechseljahresbeschwerden betroffen. Und das hat eklatante Folgen: Die Betroffenen nehmen sich vermehrt Auszeiten von der Arbeit, reduzieren ihre Arbeitszeit, verzichten auf den nächsten Karriereschritt, gehen früher in den Ruhestand oder überlegen zumindest verstärkt, dies zu tun.
Die BARMER hat die Brisanz des Themas Wechseljahre erkannt und führt daher seit Februar 2025 Informationsrunden für Frauen in der Menopause durch. Damit möchte sie die weiblichen Mitarbeitenden in der herausfordernden Lebensphase begleiten, sie bzgl. aufkommender Fragestellungen aufzuklären und Vernetzung zu anderen Betroffenen zu ermöglichen.
Zudem plant die Krankenkasse, zukünftig auch ihre Führungskräfte für das Thema zu sensibilisieren. So soll die Haltung der Führungskräfte geschärft und ihnen Hilfestellung dabei gegeben werden, die Lage der Frauen und ihrer Herausforderungen zu verstehen sowie diese zu unterstützen.
Da das Feedback zu den Informationsrunden äußerst positiv war und um der Relevanz Nachdruck zu verleihen, wurde das Thema Menopause als Maßnahme im Gleichstellungsplan 2026-2029 integriert. Außerdem wurde es auch auf dem letzten Frauenkongress auf die Agenda gehoben.
Bereits das sechste Zertifikat zum audit berufundfamilie hat sich die BARMER erarbeitet. Die jüngste Auditierung erfolgte Ende 2024.
Das Bundesamt für Bauwesen und Risikobewertung (BBR) widmete seinen Diversity Tag 2025 dem Thema „Generationenübergreifende Zusammenarbeit“. Ziel dieser Schwerpunktlegung war es, die Vernetzung und den referatsübergreifenden Austausch verschiedener Generationen zu fördern. Zudem sollten Faktoren erörtert werden, wie generationenübergreifende Zusammenarbeit gelingen kann.
In zwei digitalen Workshops sprachen die Mitarbeitenden u.a. über Vorteile und Chancen von Altersdiversität und was es für eine gute Zusammenarbeit und Kommunikation zwischen den Generationen, aber auch allgemein im Team, braucht. In den Workshops wurde erarbeitet, dass die Einordnung in Generationen lediglich als Orientierungshilfe dient. Die beschriebenen Eigenschaften sind nicht trennscharf – Zuschreibungen können auch auf andere Generationen zutreffen. Es sollte weniger darum gehen, Menschen in Schubladen zu stecken, sondern vielmehr darum, ein Verständnis für unterschiedliche Perspektiven zu entwickeln.
Im Fokus stand deshalb die Frage: Wie gelingt gute Kommunikation in vielfältigen Teams?
Heterogene Teams bringen unterschiedliche Blickwinkel ein: verschiedene Interessen, Werte und Erfahrungen treffen aufeinander. Neben der Vielfaltsdimension Alter sind Unterschiede in der Persönlichkeit auch durch die anderen Vielfaltsdimensionen bedingt.
Wichtig ist, diese Vielfalt bewusst zu reflektieren und gemeinsam tragfähige Wege der Zusammenarbeit zu gestalten.
Erfolgreiche Zusammenarbeit entsteht durch einen wertschätzenden Umgang miteinander: klare Kommunikation, Reflektion, gegenseitiges Zuhören und Offenheit für andere Perspektiven und Bedürfnisse.
Vielfalt fördert Kreativität und Innovation.
Vor den Workshops konnten die Mitarbeitenden im Rahmen einer internen Kampagne ihre Erfahrungen zur generationenübergreifenden Zusammenarbeit mit dem zuständigen Referat teilen. Statements daraus wurden im Intranet eingestellt. Zudem wurde ein Mitarbeitenden-Interview zum Thema auf der Karrierewebsite des BBR publiziert. Die Statements und Beispiele für generationenübergreifende Zusammenarbeit wurden auf LinkedIn und Instagram gepostet.
und dem dazugehörigen LinkedIn-Post zum Diversity-Tag am 27. Mai (Quelle: Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung).
Seit 2011 nutzt das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung das audit berufundfamilie, um seien lebensphasenbewussten Angebote weiterzuentwickeln.Kollage aus Fotos, die die generationsübergreifende Zusammenarbeit zwischen
Das in Salzgitter verortete Bundesamt für Strahlenschutz rückte mit dem einstündigen Online-Impulsvortrag „Letzte Berufsjahre“ das Thema Übergang in den Ruhestand in den Mittelpunkt. Die Mitte September 2025 durchgeführte Veranstaltung schuf den Raum, das Thema von verschiedenen Seiten zu beleuchten und Erfahrungen auszutauschen. Eingeladen wurden alle interessierten Mitarbeitenden des Bundesamts für Strahlenschutz, um ein breites Verständnis in der Belegschaft für die Fragestellungen lebensälterer Kolleg*innen zu schaffen.
Punkte in dem Impulsvortrag waren: Chancen und Heraus-forderungen (emotional, beruflich, Perspektivwechsel, Rollenver-änderung, Motivation), finanzielle Aspekte (Anträge, Renten-berechnung, Rentenlücke), Gesundheit (z. B. Angebote zur Pausengestaltung) und Wissensübergabe (Wie kann ich meine Projekte gut beenden und mein Wissen übergeben?).
Die Beschäftigten bekamen so einen „Impuls“, das Thema weiterzudenken und sich über die zur Verfügung gestellten Links und Erfahrungen weiter zu informieren.
Das Angebot erntete sehr gutes Feedback, denn neben der Sensibilisierung für Aspekte, die die letzten Berufsjahre betreffen, wurde auch der Austausch untereinander dazu gestärkt.
Das Bundesamt für Strahlenschutz engagiert sich seit 2022 mit Hilfe des audit berufundfamilie systematisch für eine familien- und lebensphasenbewusste Personalpolitik.
Ein halbes Jahr lang – genauer gesagt, vom 01.–20.06.2023 – präsentierte das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) die Wanderausstellung „Was heißt schon alt?“, die im Rahmen des Programms Altersbilder des (damaligen) Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) entstanden war. Die Ausstellung, die von großformatigen Fotografien lebensälterer Menschen lebt, regte bei den Mitarbeitenden des Bundesinstituts die gemeinsame Reflexion über vorhandene Altersbilder an und sensibilisierte für verschiedene Perspektiven auf das Alter.
Das Team des BIBB sah für sich auch die Chance, Altersfragen stärker mit Aspekten der Vereinbarkeit von Beruf und Familie und letztendlich einer lebensphasenorientierten Personalpolitik zu verknüpfen. Schließlich geht es dem BIBB um ein gelingendes Miteinander von Jung und Alt in der Belegschaft, gegenseitiges Verständnis, sowie Offenheit und Akzeptanz als Grundpfeiler der Organisationskultur.
Begleitend zur Ausstellung wurde ein Rahmenprogramm angeboten, welches unterschiedliche Facetten des Themas Alter aufgriff. Neben dem fortlaufenden Angebot zur Lebensphase Ruhestand (Workshop) gab es u.a. einen Vortrag zu regelmäßigen offenen Treffen der „BIBB-Ehemaligen“ sowie einen Vortrag der Mitarbeiterin im BIBB, Jun. Prof. Dr. Laura Naegele, die zu dem Thema „Altersbilder und Altersdiskriminierung – untrennbar vereint?“ referiert hat. Das Programm wurde abgerundet über eine Waffel-Verkaufs-Aktion der Auszubildenden im BIBB, deren Erlös für einen guten Zweck unter dem Motto „Gemeinsam für das Miteinander der Generationen“ eingesetzt wurde.
Mehr Infos findet sich in diesem Artikel: https://www.bibb.de/de/176432.php.
Seit 15 Jahren (2010) ist das Bundesinstitut für Berufsbildung nach dem audit berufundfamilie zertifiziert.
Das in Berlin ansässige Pharmaunternehmen DR. KADE hat mit seinem regelmäßig stattfindenden Lunch & Learns ein Lern- und Austauschformat geschaffen, das Mitarbeitende in allen Lebensphasen stärkt. Denn Vereinbarkeit bedeutet bei DR. KADE, die spezifischen Herausforderungen jeder Lebensphase bewusst wahrzunehmen und offen anzusprechen. So werden in den Lunch & Learns Themen aufgegriffen wie das Erkennen psychischer Belastungen, Mental Load, Gelassenheit im Familienalltag, Wechseljahre am Arbeitsplatz, Brustkrebsfrüherkennung oder die „Sandwich Generation“.
Diese Impulse fördern laut DR. KADE das Gesundheitsbewusstsein, die Selbstfürsorge und den generationsübergreifenden Austausch unter den Beschäftigten. Besonders lebenserfahrene Mit-arbeitende profitieren davon, weil sie Anregungen erhalten, um ihre Gesundheit, Leistungsfähigkeit und ihr Wissen langfristig bewusst zu gestalten und weiterzugeben. Letztendlich hat das auch positive Effekte auf die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben.
Spannende Einblicke und persönliche Perspektiven dazu teilt übrigens die Chief People Officer, Katja Schädlich, im kürzlich bei der berufundfamilie erschienenen Interview zum Thema #agematters: https://shorturl.at/9mI5Z.
DR. KADE Health Care nimmt sich systematisch des Auf- und Ausbaus lebensphasenbewusster Arbeitsbedingungen an – und zwar seit 2010 im Rahmen des audit berufundfamilie.
Die ING verfügt über verschiedene Mitarbeitenden-netzwerke.
So gibt es für alle Kolleg*innen unter 36 Jahren die YoungING Community mit über 1.000 Mitgliedern. Durch regelmäßige Networking-Events, Vorträge und Sportveranstaltungen hilft die Community dabei, die Beschäftigten über Abteilungsgrenzen hinweg zu vernetzen. Ebenso gibt es das Netzwerk Experienced, dass alle Mitarbeitenden über 50 Jahre zusammen-bringt und regelmäßige Möglichkeiten für (in-)formellen Austausch bietet.
Aus diesen beiden Netzwerken heraus ist das Buddyprogramm BuddyING entstanden, in dem sich junge und lebensältere Beschäftigte austauschen können. So möchte die ING den persönlichen Austausch zwischen den Generationen fördern.


Die ING Deutschland trägt seit 2005 das Zertifikat zum audit berufundfamilie.
Um die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben auch für lebenserfahrene Mitarbeitende zu fördern, bietet die Landeshauptstadt Düsseldorf ein vielfältiges Fortbildungsprogramm an. Speziell zugeschnittene Seminare zu Gesundheitsfragen wie „Mentale Fitness – Strategien für bessere Konzentration“, „Das Power-Seminar für Best-Ager“, „Lebenserfahrung: Impulse im Arbeitsalltag“ und „Job Crafting im letzten Berufsdrittel“ unterstützen ältere Beschäftigte dabei, ihre Erwerbstätigkeit gesund und motiviert fortzuführen.
Ergänzend dazu können die lebenserfahrenen Mitarbeitenden Angebote der digitalen Lernplattform nutzen. Diese heißt LernStadt und bietet mit ihren flexiblen Web-Bases Trainings (WBTs) und kompakten Lernhappen die Möglichkeit, orts- und zeitunabhängig die eigene Gesundheit und Leistungs-fähigkeit zu stärken. Die Inhalte betreffen beispielsweise das Stressmanage-ment, das Resilienztraining und die Achtsamkeit. So schafft die Landeshaupt-stadt Düsseldorf praxisnahe Lernangebote, die individuelle Bedürfnisse berücksichtigen und lebenslanges Lernen in jeder Lebensphase fördern.
Die Landeshauptstadt Düsseldorf gestaltet seit 2014 ihre familien- und lebensphasenbewusste Personalpolitik mit Unterstützung des audit berufundfamilie. Im Rahmen des Audits wird auch die Weiterentwicklung von Maßnahmen betrachtet, die zur Gesunderhaltung bzw. zur Gesundheitsförderung der Mitarbeitenden beitragen.
Mit dem Format „Impuls für Dich!“ bietet die Landeshauptstadt Düsseldorf ihren Mitarbeitenden jeden Monat praxisnahe Gesundheitsimpulse – digital, kompakt und flexibel. Neben regelmäßigen monatlichen Check-Ups stehen 20-minütige Vorträge zu Themen wie Stressbewältigung, Ernährung und Bewegung sowie verschiedenen Krankheitsbildern oder Präventionsangeboten auf dem Programm. Die digitale Umsetzung ermöglicht eine standortunabhängige Teilnahme – ob im Büro oder aus dem Home-Office.
Und noch etwas ist besonders daran: Jeder Vortrag wird dreimal zu unterschiedlichen Zeiten und Tagen angeboten. So können auch Beschäftigte in Teilzeit oder mit familiären Verpflichtungen das Angebot problemlos nutzen. „Impuls für Dich!“ unterstützt damit nicht nur die individuelle Gesundheit, sondern fördert aktiv die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.
Die flexiblen und gleichzeitig regelmäßigen Gesundheitsimpulse und Check-ups sollen dazu beitragen, die physische und psychische Gesundheit von Mitarbeitenden jeder Lebensphase – darunter auch ältere Beschäftigte, die z.T. gesonderte gesundheitliche Herausforderungen haben – zu fördern. Zu den Zielen des Angebots gehört darüber hinaus, grundsätzlich das Bewusstsein für eine gesunde Lebensführung bei den Mitarbeitenden zu stärken. Auch damit will die Landeshauptstadt Düsseldorf ein Zeichen für moderne Arbeitskultur und gelebte Fürsorge am Arbeitsplatz setzen.
Seit mehr als zehn Jahren – genauer gesagt seit 2014 – trägt die Landeshauptstadt Düsseldorf das Zertifikat zum audit berufundfamilie.
Seit über 5 Jahren stehen beim Landratsamt Lörrach hausinterne Pflegelots/-innen den Mitarbeitenden als vertrauliche Ansprechpersonen bei Fragen rund um die Vereinbarkeit von Beruf und Pflege zur Seite. Sie geben – den oftmals lebensälteren – privat pflegenden Kolleg*innen Orientierung im „Pflegedschungel“, vermitteln Informationen und weisen auf passende Fachberatungsstellen im Landkreis hin. Besonders gefragt sind Themen wie Vorsorgevollmacht. Darauf reagierte die Verwaltung, indem sie in Kooperation mit dem Pflegestützpunkt gezielt Informationsangebote für Mitarbeitende schuf.
Die Pflegelots/-innen sind über verschiedene Häuser verteilt, sodass fast jedes Haus eine direkte Ansprechperson vor Ort hat. Auf diese Weise werden lebenserfahrene Mitarbeitende unterstützt, Beruf und Familie besser in Einklang zu bringen und ihre Erwerbstätigkeit trotz Pflegeaufgaben gesund fortzuführen. Pflegeverantwortung wird sichtbar gemacht und die Betriebskultur familienfreundlich gestärkt.
Das Angebot wird von Mitarbeitenden rege genutzt: Allein in 2025 (Stand: Oktober 2025) haben bereits 15 Mitarbeitende die Pflegelots/-innen aufgesucht, um Orientierung und Unterstützung in Pflege-situationen zu erhalten. Rückmeldungen zeigen, dass die Pflegelots/-innen spürbare Entlastungen bieten und Betroffene dankbar sind, eine vertrauliche Anlaufstelle im Haus zu haben. Auf diese Weise wird ein sensibles Thema sichtbar gemacht und aktiv in die Betriebskultur integriert. Denn: Vereinbarkeit umfasst auch Pflege. Mit ihren internen Pflegelots/-innen zeigt das Landratsamt Lörrach deutlich, dass die Vereinbarkeit von Beruf und Familie über die Kinderbetreuung hinausgedacht wird.
Mitarbeitende mit Pflegeaufgaben werden darin unterstützt, ihre Erwerbstätigkeit trotz familiärer Pflegeverantwortung gesund und verlässlich fortzuführen. Indem sie entlastet und gestärkt werden, trägt der Einsatz der Pflegelots/-innen auch dazu bei, die Potenziale älterer Mitarbeitender zu erhalten.
Mit der Ausgestaltung einer pflegebewussten Personalpolitik befasst sich das Landratsamt Lörrach fortlaufend im audit berufundfamilie, dessen Zertifikat es seit 2016 trägt.
Sechs – teilweise ehemalige – LVMer:innen. Drei junge Kolleginnen. Drei Ältere. Zwei Generationen. Eine Kegelbahn.
Das waren die Rahmenbedingungen für die Videoreihe „Alt und Jung“, die die LVM Versicherungen Mitte 2024 entwickelten. Die Idee dahinter? Jung und Alt miteinander ins Gespräch zu bringen – und zwar authentisch und offen. Denn auch bei der LVM, die ihren Haupsitz in Münster (Westf.) hat, arbeiten Menschen jeden Alters. Das kann zu Konflikten führen, viel häufiger aber zu einem unbezahlbaren Wissenstransfer.
Ziel der Video-Drehs war, Vorurteile über ältere oder jüngere Kolleg:innen auf eine humorvolle Art und Weise aufzuzeigen und abzubauen. So sprechen die Kolleg:innen in den Videos darüber, wie hoch die Hürden zwischen den Generationen wirklich sind. Dabei begegnen sie verschiedenen, teils provokanten Thesen und Klischees. Haben ältere Kolleg:innen Probleme mit der Technik? Wissen die Jüngeren noch, was echte Arbeit ist? Am Ende zeigt sich: Miteinander reden lohnt sich.
Und die Idee ist aufgegangen: Die Videos dienen spürbar dazu, Wissenstransfer, Teamarbeit und ein besseres Verständnis füreinander zu thematisieren und zu ermöglichen. Sie haben das Thema „Generationen-unterschiede“ im Unternehmen sichtbar gemacht und dazu angeregt, über Altersunterschiede nachzudenken und mit darüber Kolleg:innen zu diskutieren.
Die LVM Versicherungen befasst sich seit 2008 im Rahmen des audit berufundfamilie mit dem Auf- und Ausbau familien- und lebensphasenbewusster Maßnahmen.
Die Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau mit ihren auditierten Standorten in Kaiserlautern und Landau bietet regelmäßig stattfindende Pflege-Veranstaltungen. Im August war es ein Vortrag zur Entlastung pflegender Angehöriger. Zusammen mit der juristischen Fachberaterin Gisela Rohmann, Rechts-Beraterin im Bereich Pflege und Wohnen im Alter der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz e.V., die schon mehrere Male solche Vorträge an der Universität gehalten hat, lag der Fokus auf dem Pflegen zuhause.
Die meisten pflegebedürftigen Menschen wünschen sich, in den eigenen vier Wänden gepflegt zu werden. Oft sind die Menschen, die die Pflege übernehmen, organisieren oder die Finanzierung regeln, direkte Familienangehörige. Diese Aufgabe ist herausfordernd, kräftezehrend und manchmal allein nicht leistbar. Welche Möglichkeiten der Entlastung durch und Einbindung von Diensten und der Aufteilung von Aufgaben es gibt, stellte Gisela Rohmann von der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz in diesem Pflegevortrag vor und zeigt Wege der Entlastung durch die Leistungen der Pflegeversicherung auf.
Von diesem Vortrag profitieren insbesondere auch lebenserfahrene Beschäftigte, da die Pflege von Angehörigen oftmals Beschäftigte in späteren Lebensphasen trifft. So können pflegende Beschäftigte durch Austausch, weiterführende Informationen und die Klärung offene Fragen im ersten Schritt entlastet werden.
Eine Teilnahme während der Arbeitszeit nach Absprache mit dem/der Vorgesetzen wird ausdrück-lich durch die Hochschulleitung unterstützt. Die Möglichkeit während der Arbeitszeit teilzunehmen, entlastet die Beschäftigten enorm.
Der Technischen Universität gelingt es mit dieser Veranstaltungsreihe eine große Lücke zwischen den privaten Belastungen und dem Arbeitsalltag zu füllen und bei der Vereinbarkeit von Beruf und Pflege zu unterstützen.
Die RPTU Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau engagiert sich bereits seit 2005 im Rahmen des audit familiengerechte hochschule.
Am 26. März 2025 fand an der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau ein Workshop für pflegende Angehörige unter dem Titel „Demenz im Alltag – was kommt auf mich zu?“ statt. Die Begleitung und Pflege von Personen mit einer dementiellen Erkrankung stellt für Angehörige eine besondere und auch belastende Lebenssituation dar.
Ziel des Workshops war es , dass sowohl RPTU- Studierende als auch Mitarbeitende in ihrer Lebenswelt mit den alltäglichen Belastungen einen professionellen Austausch-raum mit fachlicher Begleitung zu geben.
Der Workshop wurde durch die akademisierte Gesundheits- und Krankenpflegerin Eileen Satsik, die auch eine regionale Angehörigengruppe zu Demenz leitet, geführt. Themen des Workshops waren u.a. eigene (Grenz-)Erfahrungen und Fragen der Teilnehmenden und praktische Tipps z.B. zu einem realistischen Umgang mit herausforderndem Verhalten.
Die Resonanz auf die Präsenz-Veranstaltung war durchweg positiv und eine Folgeveranstaltung ist in Planung.
Damit wurde ein breites Angebot geschaffen, dass Studierende und Beschäftigte jeden Alters anspricht und die Vereinbarkeit von Beruf, Studium und Pflege fördert.
Die RPTU Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau trägt seit 2005 ein Zertifikat zum audit familiengerechte hochschule.
Anlässlich der diesjährigen ‚Woche der Vereinbarkeit‘ blickt die RPTU in einem Vortrag auf das Thema „Frauengesundheit“. Hierfür wird ein interaktiver Online-Vortrag zum Thema „Abenteuer Wechseljahre“ angeboten. Die Referentin Christine Rößler führt in das aktuell viel diskutierte und endlich mehr beachtete Thema mit unterschiedlichen Perspektiven ein. Als Yogalehrerin, Entspannungstrainerin und Wechseljahreberaterin bringt sie unterschiedliche Impulse mit. Die Hochschulleitung unterstützt die Teilnahme während der Arbeitszeit ausdrücklich.
Ziel des Vortags ist es, Mitarbeiterinnen in dieser Lebensphase durch Information dabei zu unterstützen, mit dem neuen Lebensabschnitt Umgang zu finden und diesem entspannt(er) zu begegnen.
Die RPTU hat geplant, über die ‚Woche der Vereinbarkeit‘ in den sozialen Medien zu berichten und Best-Practice-Beispiele zu platzieren.
Seit 21 Jahren baut die die RPTU Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau ihre familiengerechten Studien- und Arbeitsbedingungen aus.
Wie gelingt der Wissenstransfer an Hochschulen? Wie kann neu berufenen Professor*innen die Einführung hochschul-spezifische Strukturen erleichtert werden? Wie gelingt eine kollegiale Einarbeitung? Die Antwort der Technischen Hochschule Wildau darauf: Lehre im Tandem.
Eine neu berufene Professorin hat in ihrem ersten Semester ein Modul gemeinsam mit einem Kollegen durchgeführt, für den es das letzte Semester an der TH Wildau vor der Altersrente war. Durch das gemeinsame Lehren konnte sie von seiner langjährigen Berufserfahrung profitieren. Im Rückblick sagt sie: „Dieses eine Semester hat mir zehn Jahre Berufserfahrung gebracht. Noch heute kann ich immer wieder von den wertvollen Erfahrungen dieser gelungenen Zusammenarbeit profitieren. Ich bin mir sicher, dass eine solche Zusammenarbeit auch vielen anderen neu berufenen Professor*innen einen großen Mehrwert bringen würde.”
Das Beispiel Lehre im Tandem der TH Wildau zeigt, wie auch in hochschulspezifischen Strukturen ein Wissenstransfer gelingen kann, der neu berufenen Professor*innen den Einstieg erleichtert und es ermöglicht das Wissen lebenserfahrener Hochschul-beschäftigter in der Universität zu halten.
Die Technische Hochschule Wildau trägt das Zertifikat zum audit familiengerechte hochschule seit 2009.
Viele Organisationen stehen vor dem Dilemma, dass sie bereits über viele Angebote für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben verfügen, Mitarbeitende aber oft zu wenig über diese Angebote informiert sind oder sich nicht adressiert fühlen.
Das stellte auch das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein fest: Viele Kolleg:innen im späteren Berufsleben fühlten sich von Formaten wie #BerufundFamilie oder dem #Familienbüro nicht direkt angesprochen. Um diese Beschäftigten mehr einzubinden, fand an beiden Campi jüngst eine gezielte Werbeaktion statt.
Viele Organisationen stehen vor dem Dilemma, dass sie bereits über viele Angebote für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben verfügen, Mitarbeitende aber oft zu wenig über diese Angebote informiert sind oder sich nicht adressiert fühlen.
Das stellte auch das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein fest: Viele Kolleg:innen im späteren Berufsleben fühlten sich von Formaten wie #BerufundFamilie oder dem #Familienbüro nicht direkt angesprochen. Um diese Beschäftigten mehr einzubinden, fand an beiden Campi jüngst eine gezielte Werbeaktion statt.
Spezielle Angebote gibt es zu Pflege von Eltern oder Partner:innen oder die Vorbereitung auf den Ruhestand. Um diese Themen ebenfalls in den Mittelpunkt zu stellen, gibt es gezielte Beratung zu Pflegesituationen oder zweimal im Jahr Rentenveranstaltungen, die Orientierung und praktische Tipps geben. Auch diese Angebote wurden bei der Werbeaktion vorgestellt.
Damit möchte das UKSH erreichen, dass sich alle Beschäftigten – auch die lebenserfahrenen – in jeder Lebensphase gesehen, wertgeschätzt und gut unterstützt fühlen.
Das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein ist seit 2010 Zertifikatsträger.
Bereits seit Oktober 2010 bietet die ZF Friedrichshafen AG ihren Beschäftigten verschiedene Möglichkeiten einer flexiblen Arbeitszeitgestaltung in Form von Sabbaticals an. Hierbei handelt es sich um Arbeitszeitmodelle (Teilzeitmodelle), die es Beschäftigten ermöglichen, für eine längere Zeit unter Beibehaltung eines Teils der Vergütung aus dem Arbeitsleben auszuscheiden (Freizeitphase), um anschließend wieder in das aktive Arbeitsverhältnis zurückzukehren. Die Rahmen-bedingungen wurden in einer Konzernvereinbarung geregelt.
Ziel der Optionen des „ZF Sabbatical“ ist es, eine berufliche Auszeit zu gewähren, die für verschiedenste persönliche Vorhaben wie z. B. längere Reisen, Pflege von Angehörigen oder auch zur beruflichen Weiterbildung genutzt werden kann.
Die Maßnahme wird oft auch von lebensälteren Beschäftigten genutzt.
Joel E., HR Expert Process & System, ZF Friedrichshafen AG, über sein anstehendes Sabbatical: „Ich freue mich sehr auf mein bevorstehendes Sabbatical. Die Möglichkeit, eine Auszeit zu nehmen, gibt mir Raum für neue Erfahrungen und persönliche Weiterentwicklung. Gleichzeitig weiß ich, dass ich nach der Rückkehr bei ZF auf ein unterstützendes Team und spannende Aufgaben treffe.“
Die ZF Friedrichshafen AG mit ihren Standorten Hannover, MDS Lemförde, Passau, Saarbrücken, Schweinfurt trägt das Qualitätssiegel für eine familien- und lebensphasenbewusste Personalpolitik seit 2018, der Standort in Friedrichshafen ist seit 2006 zertifiziert.