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Quelle: Allie Lehmann on deathtothestockphoto.com

KI-transformierte Arbeitswelt aus Sicht der GenZ


KI-transformierte Arbeitswelt aus Sicht der GenZ

| Studien

Welche Erfahrungen hat die Generation Z im beruflichen Umfeld mit der Nutzung von Künstlicher Intelligenz (KI) bereits sammeln können und welche Handlungsempfehlungen ergeben sich daraus für Arbeitgeber? Dieser Frage ging im Sommersemester 2024 an der Internationalen Berufsakademie (iba) in Nürnberg die Studierendengruppe im Modul Forschung der BWL nach. Die empirische Untersuchung, die den Titel „KI-transformierte Arbeitswelt aus Sicht der GenZ“ trägt, wurde in Kooperation mit der berufundfamilie Service GmbH durchgeführt und von Dr. Roland Deinzer, Bundesagentur für Arbeit, unterstützt. Die Studienleitung hatte Prof. Dr. Brigitte Waffenschmidt (iba).

Learning AI: Für die KI-Transformation von und mit der Generation Z lernen

In der Befragung wurde deutlich, dass die Generation Z KI-Anwendungen grundsätzlich als nützliche Werkzeuge im Arbeitsalltag betrachtet. Mehrheitlich dient KI zur Erledigung einfacher Aufgaben, wie z.B. Textverarbeitung und Übersetzungen. KI dient hier ganz klar der Automatisierung von Aufgaben und der Effizienzsteigerung.

Dennoch sind große Unterschiede im Verständnis von KI innerhalb der Generation Z gegeben: Während die oben beschriebene Mehrheit KI als Stütze zur Erledigung einfacher Aufgaben annimmt, die sich auf administrative Bereiche beziehen, wird in auf Technik fokussierten Berufen KI für komplexere Anwendungen herangezogen. Das Potenzial von KI wird hier deutlich stärker genutzt als es derzeit in weniger technisierten Berufen der Fall ist.

In der Breite ist der Einsatz von KI oft punktuell. Es gibt kaum offizielle Regelungen zum Einsatz von KI und dem Umgang mit den Ergebnissen. Dies ist dem aktuell noch frühen Implementierungsstand geschuldet.

Daran schließt sich ein hoher Weiterbildungsbedarf an, den die Generation Z auch äußert. Vor allem in technischen Berufen ist Know-how-Aufbau zwingend, um die KI effektiv nutzen können. Aber auch in allen anderen Bereichen möchte die GenZ Sicherheit im Umgang mit KI gewinnen. Klarheit wünschen sich die Angehörigen der Generation Z bei Verwendung von KI u.a. hinsichtlich des Datenschutzes.

Hierbei und überhaupt bei der Einführung von KI in die Organisation schreibt die Generation Z den Führungskräften eine zentrale Rolle zu. Sie erwarten von den Führungskräften ausreichende Kenntnisse über die Tools und mit deren Umgang. Dies sei wichtig, damit die Führungskräfte ihre Mitarbeitenden im Handling der künstlichen Intelligenz adäquat unterstützen könnten.

Den Vorteilen, die die Generation Z in der KI erkennt, steht eine Reihe von Bedenken bzw. Ängsten gegenüber. KI erzeugt schon jetzt zu der Manpower eine Konkurrenzsituation bei der Erledigung von Routineaufgaben. Ausgehend von dem weiteren Ausbau der KI-Anwendung fürchten die Vertreter*innen der GenZ durch KI-Tools ersetzt werden zu können. Neben den Sorgen um einen Arbeitsplatzverlust treibt die Generation Z auch die Gefährdung der mentalen Gesundheit und mögliche negative Auswirkungen auf die für sie wichtige Abgrenzung zwischen Berufs- und Privatleben um.

 

Zur Untersuchung: Die empirische Untersuchung „KI-transformierte Arbeitswelt aus Sicht der GenZ“ wurde im Sommersemester 2024 an der Internationalen Berufsakademie (iba) in Nürnberg von der Studierendengruppe im Modul Forschung der BWL durchgeführt. Im Zeitraum Mai bis Juli 2024 erfolgten qualitativen Interviews mit 18 Vertreter*innen der Generation Z: elf weibliche und sieben männliche Personen – mit einem Durchschnittsalter von 24 Jahren und einschlägiger Berufserfahrung von drei Jahren. Zehn Teilnehmende befanden sich während des Befragungszeitraums in einem befristeten Arbeitsverhältnis.

Die Zusammenfassung der empirischen Untersuchung, die den Titel „Learning AI: Für die KI-Transformation von und mit der Generation Z lernen“ trägt, steht hier kostenfrei zum Download zur Verfügung.

For free: 10-Punkte-Plan mit Handlungsempfehlungen

10-Punkte-Plan (Quelle: berufundfamilie Service GmbH)

Die Erfahrungen, Beobachtungen und Empfindungen der Generation Z hinsichtlich der aktuellen Nutzung von KI im Arbeitskontext dürften über die Wahrnehmung dieser jungen Beschäftigten hinausgehen. Es lässt sich konstatieren, dass Angehörige anderer Generationen bzw. Altersgruppen eine ähnliche oder sogar die gleiche Sicht auf die aktuelle KI-Implementierung haben. Insofern kann die Untersuchung anhand der Generation Z Erkenntnisse für die Bedarfe und Wünsche aller Beschäftigten bezüglich des KI-Einsatzes in ihrer Organisation liefern.

Auf Basis der empirischen Untersuchung ist der 10-Punkte-Plan „Strategische KI-Integration im Arbeitsumfeld“ entstanden, der Handlungsempfehlungen für Organisationen enthält, die sie bei der Einführung von KI-Arbeitstools und dem Ausbau der Nutzung unterstützen können. Der 10-Punkte-Plan ist hier kostenfrei abrufbar.